Kipinä 170, Juni 2020

Die Kipinä 170 zeigt deutliche Pandemie-Spuren. Über eine Veranstaltung im Herbst kam die Rubrik Termine nicht hinaus. Mit unserer Versammlung in Hannover am ersten Märzwochenende blieb der Reigen der Mitgliederversammlungen in den DFG-Landesvereinen und bei der Bundes-DFG in seinen Anfängen stecken. Ungestört konnte indes die Kipinäarbeit weitergehen und zu einem neuen Heft werden. Wir berichten aus Helsinki und Hannover, legen mit „Entspannung“ die 10. Folge von Finnland – Russland – Europa vor, geben einen Einblick zum begrünten ostwärtigen Grenzstreifen Finnlands und knüpfen nochmals an bei Suomi-100-Eesti, einer letztjährigen Ausstellung in Göttingen.

Er ist's

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, wollen balde kommen. Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen! Eduard Mörike 1829

Quarantäneunterstützungsprogramm

Spaß und Unterhaltung während das öffentliche Leben im Dornröschenschlaf liegt, gibt es im Heimkino mit dem Film Iron Sky von Timo Vuorensola mit Julia Dietze und Götz Otto in den Hauptrollen. Die gezeigte Fassung ist 20 Minuten länger als die Kinofassung von 2012 und heißt Dictator's Cut. Es darf gelacht werden. – Das ist gesund und noch nicht im Corona-Bußgeldkatalog aufgeführt. ;)

Neue Bücher in der SUB Göttingen

Nach einem Jahr hatten wir am 10. Januar 2020 in Göttingen wieder Gelegenheit, die von der Staats- und Universitätsbibliothek in jüngster Zeit erworbenen neu erschienenen Bücher aus und über Finnland so wie über finnisch bezügliche Themen kennen zu lernen. Die Fachreferentin der SUB stellte 31 von ihr ausgewählte Titel in sieben Gruppen vor: Fotografien (5), Kulturgeschichte (4), Kulturanthropologie/Volkskunde (6), Humor (2), Minna Canth zum 175. Geburtstag (1844 – 1897) (5), berühmte finnische Frauen (6) und Geschichte (3). Bis Dezember 2019 waren 15 dieser 31 Titel bundesweit allein in der SUB-GÖ vorhanden. weiterlesen läs mer lue lisää

Rentierfleisch aus Südgeorgien

Rentiere gibt es nicht nur in Lappland, sondern auch am anderen Ende der Welt auf der zu Großbritannien gehörenden Insel Süd-Georgien vor der Spitze Argentiniens. Norwegische Walfänger brachten sie einst hierher. Inzwischen ist allerdings die Vegetation durch den auf 3.000 Tiere angewachsenen Bestand wegen Überweidung gefährdet. Die Inselverwaltung hat daher bei der Naturschutzbehörde im norwegischen Kautokeino angefragt, wie die Rentiere artgerecht getötet werden können. Die Behörde sucht nun auch in Nordfinnland Rentierschlachter. Eine gute, wenn auch kurze Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für das unter hoher Arbeitslosigkeit leidende Finnisch-Lappland.

Kipinä 169, März 2020

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